Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, was sich in mir verändert hat. Zunächst war es nur ein besonderes Interesse, eine wache Aufmerksamkeit, wenn Du sprachst. Dann wurde es ein Verweilen in Gedanken, ein leises Lächeln ohne ersichtlichen Anlass. Und irgendwann war da diese Gewissheit, die sich nicht mehr relativieren ließ.
Ich liebe Dich.
Nicht mit der Ungeduld einer flüchtigen Begeisterung, sondern mit einer Ruhe, die überrascht. Es ist ein Gefühl, das gewachsen ist, während wir uns begegnet sind – in Gesprächen, im gemeinsamen Schweigen, in jenen Momenten, in denen Dein Blick mehr sagte als jedes Wort. Du hast etwas in mir berührt, das nicht laut werden will, sondern wahrhaftig.
Ich schätze Deine Klarheit, Deinen feinen Humor, Deine Art, auch Unbequemes nicht zu umgehen. Neben Dir fühle ich mich weder kleiner noch größer, sondern einfach stimmig. Das ist selten – und kostbar.
Dieses Geständnis ist kein Anspruch und kein Versuch, Dich zu drängen. Es ist vielmehr ein Zeichen von Respekt. Du sollst wissen, was in mir lebt. Was daraus wird, entscheidet sich nicht allein durch Worte. Doch ich wollte nicht länger schweigen, wo mein Herz längst Klarheit gefunden hat.