Geburtstag, Valentinstag, Jahrestag oder Hochzeitstag, es gibt viele Gelegenheiten, Blumen zu verschenken.

Wer sich für einen Blumenstrauß entscheidet, möchte – manchmal – etwas damit zum Ausdruck bringen, eine Botschaft vermitteln. Liebe, Freundschaft, Zuneigung, oder Hoffnung, einiges lässt sich „durch die Blume“ sagen – auch ohne einen beiliegenden Liebesbrief.

Dann ist es gut, die Sprache der Farben und ihre Symbolik zu kennen und zu verstehen. Doch was genau sagen denn Farben oder die Auswahl der Blumen aus?

Die Sprache der Farben

Farben haben eine starke Wirkung und Aussagekraft. Rot ist belebend, aktivierend, setzt das Leben in Gang. Es steht für starke Gefühle wie Liebe und Leidenschaft, aber auch für Zorn und Wut. Rot ist die Farbe des Blutes und ohne Blut gibt es kein Leben. Das macht ihre Dynamik aus. Bei roten Rosen muss also nicht unbedingt immer nur um Liebe gehen…tut es in der Regel aber.

Blau beruhigt und entspannt. Es steht für Treue und Beständigkeit. Gelb strahlt Lebensfreude und Optimismus aus, macht fröhlich und fördert die Kreativität. Auf seiner positiven Seite steht es für Mut und Zuversicht. Seine negative Seite spricht von Neid und Missgunst.

Grün ist die Hoffnung. In jedem Blumenstrauß ist sie, dank seiner Blätter und Stängel, versteckt.

Orange und rosa, weiß und violett, auch diese Farben haben ihre besondere Aussagekraft. Weiß steht seit jeher für Reinheit und Unschuld und symbolisiert auch Klarheit und Frieden. Früher war es die Farbe des Abschieds, heute spricht es -in einem Blumenstrauß versteckt- von klaren Absichten und Gefühlen.

Rosa ist das abgeschwächte Rot. Es hat ebenfalls beruhigende Wirkung und zeigt Zuneigung und Zärtlichkeit. Es kann den Beginn einer neuen Beziehung bzw. den Wunsch danach ausdrücken.

Das Orange steht zwischen gelb und rot. Wie das Rot ist es kräftigend und belebend, nur nicht ganz so aufdringlich. Auf der anderen Seite hat es viel von der Fröhlichkeit und Lebendigkeit des Gelbs.

Eine besondere Farbe ist das Violett. Es soll reinigende und mystische Wirkung haben und verkörpert eine gewisse Erhabenheit. Auf seiner negativen Seite steht es auch für Eitelkeit. Wer violette Blumen geschenkt bekommt, darf sicher sein, dass ihn der Geber für außergewöhnlich hält.

Wenn Blumen von Liebe sprechen

Früher galt es als unfein, seine Gefühle öffentlich auszusprechen. Also suchten Liebende nach anderen Wegen und Möglichkeiten, Interesse, zarte Gefühle und Liebesbekundungen auszutauschen. Blumen waren das Kommunikationsmittel, mit dem man alles, was die Liebe betraf, ausdrücken konnte. Liebende nutzten vor allem Rosen, Tulpen und Nelken, um mit deren Farben das „Unsagbare“ zu vermittelten.

Die rote Rose ist das klassische Symbol für die Liebe. Die rosafarbene weist auf die beginnende, die weiße auf eine heimliche Liebe hin. Auch rote Nelken sind Ausdruck einer starken Liebe, die weißen stehen für Treue. Bei Tulpen gilt, je intensiver und dunkler die Blütenfarbe, desto stärker sind die Gefühle.

Wer die Symbolkraft von Blumen und ihren Farben kennt, kann beim ersten Date schon zarte Andeutungen machen. Mit dem richtigen Bouquet vermittelt er eine dezente Botschaft, was er sich von dem Treffen und der Zukunft verspricht.

Gerbera und Sonnenblumen sind fröhliche Blumen und sollen dem Beschenkten andeuten, dass die Hoffnung auf eine schöne gemeinsame Zeit besteht.

Mit einer Calla, die die Schönheit symbolisiert, wird dem Gegenüber ein Kompliment gemacht; Ranunkeln sprechen von großer Anziehungskraft.

Weiße Lilien wollen auf die Reinheit des Herzens hinweisen – sie sind jedoch auch traditionell eine Dekoration bei Beerdigungen. Flieder zeigt den Beginn einer Verliebtheit an, und Chrysanthemen die Bereitschaft zu einer Partnerschaft.

Wer seine Bewunderung ausdrücken will, der verschenkt eine Orchidee. Manch einer nennt sie “Die Wahre Königin der Blumen“. Mit ein wenig Pflege hält sich dieses Geschenk deutlich länger, als andere Blumen. Vielleicht eine gute Wahl für denjenigen, der auf eine langfristige Beziehung mit der oder dem Beschenkten hofft?

Veilchen und Vergissmeinnicht sind die Blumen der Schüchternen. Das Veilchen spricht die Bitte aus, es langsam angehen zu lassen. Das Vergissmeinnicht sagt, es möge nicht vergessen werden.

Die Farben der Rose

Das Wissen von den symbolischen Werten der einzelnen Farben hilft dabei, Ideen für Rosen-Arrangements zu finden, die auch ganz unterschiedliche Aspekte anklingen lassen. Hier ein paar Ideen für Arrangements mit roten Rosen – ganz klassisch, zum Beispiel als Geschenk zum Valentinstag. . Mit der Farbe Rot macht man sicherlich nichts falsch.

Weiße Rosen hingegen sind schwer zu deuten. Sie können für einen Neuanfang stehen oder für den Abschied. Die sexuelle Komponente ist hier ausgeblendet. Anders bei weißen Rosenknospen. Sie zeigen, dass zärtliche Gefühle und durchaus auch sexuelle Wünsche mit im Spiel sind.

Gelbe Rosen sind für Liebesbeziehungen vielleicht eher keine gute Wahl. Eine einzelne kann sogar Eifersucht oder Misstrauen ausdrücken. Bei reinen Freundschaften jedoch passen sie bestens. Hier zeigen sie Freude, Glück und Dankbarkeit.

Fröhlichkeit und Lebenslust, Faszination und Enthusiasmus, das drückt jemand aus, der orange Rosen zum Valentinstag verschenkt. Es ist –vielleicht- die moderne Form, Interesse und Zuneigung zu zeigen.

Rosa steht für die junge, beginnende Liebe und die Bereitschaft, sie wachsen zu lassen.
Der Inbegriff der Liebe, das ist und bleibt die rote Rose. Je intensiver ihre Farbe ist, desto intensiver das Gefühl. Eine einzelne rote Rose steht für die Einfachheit der Liebe. Wer sie bekommt, kann sich der tiefen Liebe seines Gegenübers sicher sein. Drei langstielige rote Rosen unterstreichen die drei magischen Worte „Ich liebe dich“.

Mit zarten roten Rosenknospen bringt ein Liebhaber seine Hoffnung zum Ausdruck, dass seine Gefühle erwidert werden.

Aber: Wer keine roten Rosen wählt und sicher gehen möchte, dass der Empfänger oder die Empfängerin die Blumen-Botschaft trotzdem in jedem Fall richtig deutet, ergänzt sein Geschenk vielleicht doch noch mit einem kleinen Liebesbrief. Romantik pur mit Wort und Blume, dann kann kaum noch was schief gehen – oder?

Bildquellen: pixel2013, Pexels, MichaelGaida – pixabay.com

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