Und wieder streichen rotgoldene Sonnentöne
über Felder wo gestern Weizen stand,
wo ich im hoffnungsvollen Kleide
des Frühlings zarte Blüten fand.

Die letzten Sommertage verstreichen ungenutzt,
weil du im Felde reifer Jahre
verspürst das Zehren junger Liebeslust.

Indes für mich die hellen Tage schwinden,
im Herz das Rauschen Flüstern weicht
und jeder Abend träg des Tages,
einem Wimpernschlag des Sterbens gleicht.

Doch nein, ich kann mich nicht ergeben,
ergieß dich, roter Wein, in meines Blutes Fluss,
verschwenden will ich keinen einzigen Hauch,
bis auch die letzten bunten Blüten
aus einer welken Hand ich lassen muss.

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