Heute wird vielerorts von Liebe gesprochen, als ließe sie sich bündeln und verschenken wie etwas Greifbares. Doch was ich für Dich empfinde, passt in kein festliches Bild und braucht keinen äußeren Anlass. Und dennoch nehme ich diesen Tag zum Anlass, Dir zu schreiben.
Meine Zuneigung zu Dir zeigt sich nicht in großen Gesten. Sie lebt in der Art, wie ich mich entspanne, wenn Du den Raum betrittst. In der Selbstverständlichkeit, mit der ich Dir meine unausgesprochenen Gedanken anvertraue. Du hörst nicht nur zu – Du nimmst wahr. Und in diesem Wahrgenommenwerden liegt für mich eine Tiefe, die ich lange nicht kannte.
Ich schätze Deine Klarheit, Deine leise Entschlossenheit, Deine Wärme, die nicht aufdringlich ist. Neben Dir darf ich zugleich stark und verletzlich sein. Das ist kein kleines Geschenk.
Wenn dieser Tag etwas bedeutet, dann vielleicht dies: dass ich Dich bewusst wähle. Nicht aus Gewohnheit, nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil ich in Dir einen Menschen sehe, mit dem ich wachsen möchte.
Meine Liebe zu Dir ist kein lautes Versprechen. Sie ist ein stilles, beständiges Ja.