Der heutige Tag wird oft mit großen Erwartungen verbunden. Überall spricht man von Liebe, als müsse sie sich in besonderen Gesten zeigen, als sei sie nur dann sichtbar, wenn sie feierlich inszeniert wird. Während ich darüber nachdenke, wird mir bewusst, dass das, was ich für Dich empfinde, viel leiser entstanden ist.
Es begann nicht mit einem dramatischen Augenblick. Vielmehr waren es kleine Begegnungen, aus denen sich nach und nach etwas entwickelt hat. Gespräche, die länger dauerten, als wir geplant hatten. Momente, in denen ein kurzer Blick genügte, um zu spüren, dass zwischen uns mehr liegt als bloße Bekanntschaft.
Was mich an Dir besonders fasziniert, ist Deine Art, aufmerksam zu sein. Du hörst nicht nur, Du verstehst. Du nimmst Dir Zeit für Gedanken, die andere vielleicht übergehen würden. In Deiner Nähe entsteht eine Ruhe, die nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat, sondern mit echter Präsenz.
Mit Dir fühlt sich Nähe nicht wie eine Verpflichtung an, sondern wie eine Einladung. Du lässt Raum, ohne Dich zu entfernen, und genau darin liegt etwas Kostbares. Diese Balance aus Freiheit und Verbundenheit ist selten, und ich schätze sie mehr, als ich oft ausspreche.
Valentinstag erinnert viele daran, Liebe zu erklären. Für mich ist er eher eine Gelegenheit, Dir zu sagen, dass ich Deine Existenz in meinem Leben als Geschenk empfinde. Nicht, weil Du außergewöhnlich sein willst, sondern weil Du es bist – durch Deine Gedanken, Deine Haltung, Deine Art, die Welt zu betrachten.
Vielleicht ist Liebe genau das: jemanden zu finden, dessen Gegenwart die eigene Perspektive erweitert. Einen Menschen, der nicht alles verändert, sondern vieles verständlicher macht.
Und genau deshalb schreibe ich Dir heute. Nicht, um ein festliches Ritual zu erfüllen, sondern um Dir zu sagen, dass Deine Nähe für mich von unschätzbarem Wert ist.