Der Kalender behauptet, heute sei ein besonderer Tag für die Liebe. Ich lächle über diese Idee, denn das, was ich für Dich empfinde, hat sich nie an Daten gehalten. Es ist nicht an einen Termin gebunden, nicht an Blumen oder vorbereitete Worte. Und doch nehme ich diesen Tag zum Anlass, Dir etwas auszusprechen, das sonst vielleicht nur still zwischen uns existiert.
Wenn ich an Dich denke, fällt mir zuerst Deine Art ein, die Welt zu betrachten. Du beobachtest aufmerksam, hörst geduldig zu und antwortest selten vorschnell. In einer Zeit, in der vieles laut und hastig geworden ist, besitzt Du eine Ruhe, die fast wie ein Gegengewicht wirkt. Diese Ruhe hat mich von Anfang an fasziniert.
Mit Dir fühlt sich Nähe nicht wie ein Ereignis an, sondern wie ein Zustand, in dem man sich gerne aufhält. Gespräche mit Dir entfalten sich langsam, ohne Druck, ohne Eile. Manchmal schweigen wir sogar – und dennoch entsteht das Gefühl, dass zwischen uns etwas ausgesprochen wurde.
Ich schätze Deine Klarheit, Deine Sensibilität und diese leise Entschlossenheit, mit der Du Deinen Gedanken folgst. Du bist kein Mensch, der Aufmerksamkeit sucht, und gerade dadurch ziehst Du sie auf Dich.
Valentinstag wird oft als Moment großer Bekenntnisse verstanden. Doch meine Zuneigung zu Dir ist weniger dramatisch, dafür beständiger. Sie zeigt sich in kleinen Gesten, in der Art, wie ich an Dich denke, selbst wenn Du nicht in meiner Nähe bist.
Vielleicht ist Liebe nichts anderes als die Entscheidung, jemanden wirklich wahrzunehmen – mit allem, was ihn ausmacht. Und genau das tue ich mit Dir.
Deshalb schreibe ich Dir heute. Nicht, um etwas Außergewöhnliches zu inszenieren, sondern um Dir zu sagen, dass Deine Gegenwart mein Leben auf eine stille, aber spürbare Weise bereichert. Und dass ich sehr froh bin, dass sich unsere Wege begegnet sind.